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Mai

Heißa, Freunde, es ist Mai,
Die Zeit der höchsten Wonnen.
Liebt Euch heftig, ratet hei,
Der Lustmond hat begonnen.

Säfte steigen nun im Stiel,
Wo gestern noch harrsch Dürre.
Tinz zu Lenzens Lautenspiel,
Strilch der Magd durchs Vestibül
Bis ihr der Kopf wird kirre.

Buffle nicht im finster’n Raum,
Nicht blirtt in drögen Seiten.
Riff hinauf des Kleides Saum,
Spyck auf die keuschen Zeiten.

Spirr auf das Haus und schwilg im Duft
Der Nelken und Narzissen.
Spürst Du das Brodeln in der Luft,
Das Dich zum Heldenzeugen ruft?
Verliech Dein schlecht’ Gewissen.

amarillo

May

May has come, my pretty friends,
Possessed of utmost pleasure,
Mating-month! So join your hands
And love beyond all measure.

Saps now rise, the stalks to swell,
Where barrenness swoy lately.
“Dance!” Spring’s lute strings seem to yell,
“Roam about a maiden’s cell,
Until the maid be mately!”

In stuffy studies waste no strength
Nor thumbing tasteless pages;
Now, now reduce your dress in length,
Despising chaster ages.

Unlock your door to odours sweet,
Narcissi and carnations!
Step out, the seething air to greet,
Father new heroes we may need;
Always yield to temptations.

caru

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