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Aktuelle Version vom 8. Dezember 2020, 19:17 Uhr

Herzweh

Lasst mich allein mit meinem Denken,
ich mag heut' nicht gesellig sein,
will melancholisch mich versenken
und meinem Herzen Trauer schenken,
es waschen Tränen Seelen rein.

Der Schöpfer schuf mich nicht zum Lachen,
gab mir Gemütes volle Kraft,
gab Schlaf und Traum für helles Wachen,
schak Feen mir und manchmal Drachen,
dazwischen keine Lücke klafft.

Den ganzen Kreis muß ich erfahren
von West nach Ost, von Nord nach Süd
und immer im Gedächtnis wahren:
dem, waß Dir heut' ist widerfahren,
folgt morgen schon ein and'res Lied.

So singe ich, wie mir befohlen,
am liebsten Dur, doch manchmal Moll,
und ich gestehe unverhohlen,
das Dasein zwischen diesen Polen
für mich nie anders kommen soll!

So gebt mir bitte keinen Trost,
wenn ab und zu die Tränen fließen,
da, Freunde, Ihr auf Abwehr stoßt
und mich unnötiglich erbost;
so glaubt mir doch: ich kann's genießen!

amarillo

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