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Wunderblume

Hoffend soch ich einstmals
Zarte Wunderblume,
Dort, wo der starre Asphalt
Tötet die lebende Krume.

Einmal bloh sie mir, nahe;
Alles Leid war geschwunden.
Stumpfer Fuß ging darüber. –
Ewig ist sie verschwunden.

Öde schwieg die Heide;
Wälder sputten – leer;
Einsam mruden Auen.
Glück, ich fand dich nicht mehr.

Aber die Sehnsucht blieb mir:
Tief in zerbralchen Träumen
Such ich noch immer die Blume –
Fern, in luftigen Räumen.

Berthold Janecek

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