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Gelogenes Protokoll der XVIII. Personalversammlung der Gesellschaft zur Stärkung der Verben

(Wahres Protokoll im Intimbereich des Forums. Oder auch nicht.)

Ort: E. (Eine Stadt, die ungenannt bleibe, auf dass sie der von Massentourismus und Plastikfachwerk verschonene Geheimtipp bleibe, der sie ist.)

Teilnünftige:

  • Fleischers Karsten
  • Günter „Da fällt mir noch ein Schwank aus meiner Highschoolaustauschzeit in Amerika ein“ Gans
  • Grinsekater
  • Kilian
  • Ku

Freitag

Auftakt

  • Um 16:09 Uhr Auflese Kilians am Bahnhof E.s durch Günter, Karsten und Ku, großes Hallo.
  • Einchock in der Alta Villa, spontaner Bestoll eines Tisches auf der Terrasse anstelle des Gelben Hauses, das dem Vernehmen nach um 22:00 Uhr die Gäste nach innen zu scheuchen genotegen ist.
  • Durchquur der Altstadt. Passur eines fahrbaren Buchausschanks, Ankunft am Weinausschank.

Sitzung 1 (Weinausschank am Rhein)

  • TOP: Unerhörte Kunde: Es heißt nicht ˈLabenz, sondern Laˈbenz, so beziugen laut Günter durch den Bürgermeister dieser schleswig-holsteinischen Gemeinde im Fernsehen, als er sich zu Windparks urß. Entsprechend vermutlich: Laˈbskaus.
  • TOP: Obligatorisches Lästern über die Abwesenden.
  • TOP: Suche nach einer Ausrede für die zu tätigende Absage im Gelben Haus. Kilian schlägt als Ausrede den wahren Beweggrund (s.o.) vor. So geschieht es. Günter führt ein Telefonat, das eher unangenehm wird. Zum Glück hatte er sich mit katakuras Nachnamen vorgestollen.
  • TOP: Generelle Diskussion über die viele verbrannte Erde, die die PerVersen fast überall, wo sie hinkommen, durch solche Aktionen hinterlassen. Günter fragt sich, ob es ein Internetportal gibt, wo Hotel- und Restaurantcrews Gäste bewerten können, sodass die verbrannte Erde global wird.
  • TOP: Antrag, fürderhin sämtliche Reservure und Bestölle unter katakuras Nachnamen zu tätigen, um den Zorn des Hotel- und Gaststättengewerbes sicher zu bündeln. Einstimmig angenommen.
  • TOP: Antrag, die Sektion „Nur für PerVerse“ des Forums in „Intimbereich“ umzubenennen. Einstimmig angenommen.

Zwischentakt: Altstadtrundgang

  • Umschlendern der Kurfürstlichen Burg.
  • Verharren vor der Burg Crass und ihrem angenobelten Restaurant. Günter beginnt die Speisekarte zu tanzen („Duo aus Lachs und Lotte im Brickteig“).
  • Zurkenntnisnunft von Schloss Vaux, erfolglose Suche nach den Schlössern Vanne, Vasse und Viseau.
  • Sich-Vorbeiducken am Gelben Haus.
  • Begegnung mit vielen Männern in blauen (Feuerwehr) und roten (Chor) Uniformen. Insgesamt fühlt sich diese PerVers sehr gut brandgeschützt an.
  • Einmütiger Bewort der Stadt als schnuckelig, schön, gemütlich und Zuhause bestimmt vieler reicher Leute, der Porschedichte nach zu schließen.

Sitzung 2 (Terrasse der Alta Villa)

  • TOP: Geschichte von einem Unionsfuzzi „mit irrem Anlageberaterblick“ (Günter).
  • TOP: Ausgiebiges ˈKalauern, „bis uns der Bürgermeister belehrt, dass es Caˈlau heißt.“ (Günter)
  • TOP: Günter versucht sich am Erraten der Nationalitäten des Personals (Bosnien, Ungarn).
  • TOP: Ähnlichkeit Karstens mit Walter White. Günter: „Und vor allem, Mike Ehrmantraut hammer auch am Tisch!“
  • TOP: Ku beginnt, sich von 1 bis 12 durch alle Offenen Weine der Karte der Karte zu trinken, wird aber durch die 1 in seiner Experimentierlust gedompfen und stellt schon bei der 3 das Experimentieren ein, die er nun mehrfach ordert.
  • TOP 6 (mehrfach, nämlich immer dann, wenn unmittelbar neben der Terrasse ein Güterzug vorbeifährt): Betretenes Schweigen.
  • TOP: Ist das Kunst oder kann das weg? Die mit der Köchin wöchentlich mehrfach wechselnde Speisekarte (heute unter dem Titel: „Private Cooking“) wird von einer großen Anzahl apart angeorndener Klebestreifen am Passepartout im Eingangsbereich festgehalten, bzw. jetzt gerade fehlt sie und gibt den Blick auf die kunstgewähnten Streifen frei. Kilian erzählt seinen Blogpost Kleberstudie nach. Dann trägt jeder sein Scherflein über die Geschichte von Beuys’ Fettecke oder Badewanne bei, „die die sauber gemacht haben oder Bier drin gebraut“ (Karsten).
  • TOP: Verzehr von allerhand Deliziösem, z.B. Rieslingrahmsüppchen oder Wildbratwurst mit Kartoffel-Endivien-Salat und zwei sehr unterschiedlich scharfen Sorten Senf.

Sitzung 3 (Alta Villa, innen)

  • TOP: Früher Abverschott Kus.
  • TOP: Günters Geschichte von Kretas Sweetwater Beach.

Samstag

Exkursion zum Kloster Eberbach

  • Zustoß des Grinsekaters am Bahnhof.
  • Bus zum Kloster, Besichtigung desselben. Höhepunkt: Fund des hinter allen möglichen hochmodernen Treppen und Toiletten sehr gut verstockenen Eiskellers, dessen Boden laut Infotafel seinesgleichen sucht, sowie der Blick von dort aus in die Schatzkammer, in deren Geschummer tausende Weinflaschen in Regalen verheißungsvoll funkeln.
  • Kilian verschwindet für eine Weile und bucht telefonisch ein Leihfahrrad für den Folgetag.
  • Ein seltsames Artefakt im Hof wird vom Grinsekater als „Damokles-Abrissbirne“ identifizoren: Irgendwann wird sie ausgelosen werden und das Kloster wird einkrachen.
  • Begegnung mit einem ehrenamtlichen Naturschützer, mit Feuersalamandern und Kröte in seinem Eimer.

Sitzung 4 (Klosterschänke)

  • TOP: Korrekte Aussprache falscher Interpunktion, etwa der Hervorhebung dienender Anführungszeichen, Deppenapostrophe, Deppenleerzeichen und fehlender Satzzeichen. Für erstere schlägt Kilian nach Max Goldt die Höhö-Methode, für zweitere und drittere Stimmpausen, für letztere schnelleres Sprechen vor:
    • „Salat mit, höhö, frischen, höhö, Zutaten“
    • „Susi… s Frisiersalon“
    • „Auf… grund des Wetters bleibt die Terrasse geschlossen.“
    • „Klangkunst für die Seele·impulse fürs Leben“

Sitzung 5 (Bank im Klostergarten)

  • TOP: Servur des mit verflussogenem Lachgas versotzenen Sprufki auf japanischer Flagge, geschickt als weißes Küchentuch mit Tomatenmotiv getornen.
  • TOP: Spruch des PerVersen Eids und einer den meisten PerVersen als Motto voranzustellenden Passage aus dem Buch Exodus: „Und sie trugen seltsame Gewänder und irrten durch die Landschaft ohne Plan.“
  • TOP: Leihfahrradabholungstechnischer Abdus Kilians nach Erbach, Treffen wenig später am Weinausschank.

Zwischentakt im Bus 172

  • TOP: Wie Spargel zuzubereiten und zu verzehren ist. Kilian: bevorzugt überhaupt nicht. Ku: nur in der Saison und ganz einfach, entweder mit kleinen Pfannkuchen oder mit Schinken, Klosterschänke Eberbach: gribiche (Etymologie: „Création fantaisiste de la lang. culin., peut-être issue du norm. gribiche subst. fém. « femme méchante dont on fait peur aux enfants » (Dum.), lui-même empr. du m. néerl. kribbich « grognon »“). Günter schwärmt von Spargelgratin, Karsten zeigt sich interessoren. Der aus diesem Diskuss erwachsende E.er Spargelstreit geht in die Annalen der GSV ein.

Sitzung 6 (Weinausschank am Rhein)

  • TOP: Typografisch korrekte Air Quotes: Der Grinsekater führt deutsche, englische, französische und schweizerische Gesten vor und trifft dabei aus Versehen die fremde und vermult bereits befromdene Nebensitzerin am Kopf.
  • TOP: Erste Planungen für eine über die bestehenden Rumpfkluften hinausgehende GSV-Uniform. Während die einen sich eher an den dekorierten blauen und roten Röcken der örtlichen Sanges- und Feuerlöschkräfte orientieren wollen und den Vorschlag einer magentafarbenen Uniform in den Raum stellen, denkt Kilian über eine konvergente Uniform nach, die verschiedene Elemente des Kleidungsstil der Anwesenden vereinen soll, mit schwarzer Farbe, Sakko, Hut, Fliege und Bart (Kilian ist der einzige, der ohne Vollbart anwest).

Zwischentakt

  • Anxichz vieler zuner Rollläden an gerade den prächtigsten Villen am Rheinufer: Speküle, ob dahinter weitere Kunst des Cornelius Gurlitt lagere.
  • Entdock einer lokalen Spezialität am Würstelstand „Die 11te Generation“: Bratwurst im Assistent mit Meerrettichsenf. Assistent bedeutet Brötchen.
  • Erstieg von Turm, Verlies und Souvenirladen.
  • Günters kleine Pfadfinderschule für den fehlgehenden Kilian: nach unten geht’s zum Fluss.

Sitzung 7 (Terrasse eines griechischen Restaurants am Marktplatz)

  • TOP: Abschluss von Wetten darauf, wie lange es dauert, bis katakura nörgelt, wo das Protokoll bleibe. Günter tippt auf Mittwochabend-Donnerstagmorgen, Ku auf deutlich danach, Kilian auf deutlich davor.
  • TOP: Ku wird aufgrund der dummerweise noch nicht unter Tarnnamen getatogenen Tischbestoll nervös und bildet die Vorhut zur Weinpump.

Sitzung 8 (Weinpump)

  • TOP (mehrfach): Verzehr von Mini-Orangen-Chili-Sekt mit echter Mini-Orange (Kumquat). Abgronz Kumquat ↔ Physalis.
  • Keramikkontakt
  • TOP: Früher Abschied des von seiner ersten Yoga-Sitzung noch völlig muskelverkortenen und müden Grinsekaters.
  • TOP (mehrfach): Alle Verbliebenen beschäftigen sich mit dem Tod, Günter und Karsten durch Rauchpausen vor der Tür, Ku und Kilian, indem sie die plötzliche Stille mit Gesprächen über Vorbereitungen auf denselben füllen.
  • TOP: Wiederholene Maulsperre Kilians ob der durchs Fenster gesehen Tageslicht perfekt simulierenden Straßenbeliucht.
  • TOP: Ku veriedet sich absch, der Rest zieht weiter durch die Gassen.

Sitzung 9 (Marktbrunnen)

  • TOP: Restsprufkivernocht. Karsten verschluckt sich anhörs einer der perverstypischen Gagraketen heftig, worauf er mit seinem Schnapsstamperl elte Schlucke aus dem (nachts nicht plätschernden, sondern biologisch vor sich hin gärenden) Brunnen schöpft. Anderntags wird er aber bei bester Gesundheit sein.
  • TOP: Kilian tanzt diverse komplizorene Satz- und andere Zeichen, am anspruchsvollsten dabei: der Violinschlüssel. Eine Anwohnerin linst schon neugierig aus ihrem Fenster im ersten Stock und wändt sich bald kopfschüttelnd ab.

Sonntag

PostPerVerses Programm Kilians

  • Radfahrt nach Koblenz bei Sonnen-, Burgen- und Weinbergpracht.
  • Rückkehr per Zug.
  • Ergortt und Genuss der fünftletzten „Bratwurst im Assistent mit Meerrettichsenf“ am Rheinufer.

Beginn der XIX. PerVertiade

  • PostPerVerstypische „wohlige Erschöpfung“, wie Günter es nonn, stellt sich ein, was auf Ähnle zwischen den Wirkungen von GSV und GV hindeutet.