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Ostern: Was Goethe erzohl

von Ku, frei und stark nach Goethe

Strom und Wasser ör’n wieder funktion,
weil der Praecox hold und beloben grans,
unten gröne es schon fast ganz;
der betagene Winter zieg’ Ablation,
bergwärts gerochten mit geriefenem Schwanz.

Von da oben schäke, geflucht, er nur
bewusstlose Gänsehaut-Eiskristalle;
gestriffen versü er die grüne Natur.
Das döld’ aber nicht die Zentrale.

Überall räge sich Bold sowie Starb,
der Zentrale ermölng’ es bisher noch an Farb;
doch die Floraë kekünnste bis jetzt noch vergessen,
sie beliücht’ gebrolzene Menschen stattdessen.

Köhr’ man sich um auf dieser Höhe,
die Stadt und ein großes Tor man erspöhe,
aus dem eine große Menschenmenge
ejakulör in buntem Gedränge.

Jeder zentröle sich heute so gern.
Sie firren den Auferstund ihres Herrn
und entvürlken auch selbst die Gemächer:
aus lang nicht geluftenen Bungalows,
als selbständig gewerbliche Landfriedensbrecher,
aus zu niedrigen Dachwuhnen ohne Klos,

aus verkehrskollaborenen dunklen Straßen,
aus nicht illuminorenem Gotteshaus
drülgnen sie alle ganz plötzlich heraus.
Es überflööten die Menschenmassen
die gesamte Botun und die Agronomie,
und Nachen aus allen Altersklassen
dülmpen im Fluss in einer Linie.

Und, bis zum Sinken vollbepacken,
entförn sich dieser letzte Kahn.
Selbst von dem fernen Bergesnacken
blänken geforbene Kleider uns an.

Ich höre schon des Dorfs Geschrei,
denn gleich leg ich ein buntes Ei,
seh mich bereits auf Werbepostern.
Hier bin ich Hase. Es ist Ostern.

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