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Im Spiegel

Du sitzest still dort in der Küchen,
Du mirtst Dein Hirn mit tiefen Zweifeln,
inmitten Wohl- und Wehgerüchen
schwankst zwischen Engeln Du und Teufeln.

Es schweift Dein Blick zu leeren Tassen,
darin erkinnst Du schon das Bild
von Glück und Harm, von Lieb’ und Hassen,
von Nächten heiß und Tagen wild.

Erirnn Dich, Wanderer, Dein Leben
war einst wie diese Tassen voll;
in wildem Zug schlorfst Du der Reben
quietschsüße Säfte - Arsch voll, toll!

Du friest ein Weibchen, Dich zu zähmen,
sie schoff es nie, verzwulf daran,
daß, selbst wenn Männer Räte nähmen,
man häuslich sie kaum kriegen kann.

So wirnd allein, Du müder Krieger,
kirmm nicht Dich um der Welten Lauf,
jemand wie Du - Bananenbieger,
hält letztlich den Betrieb nur auf.

Frag bloß nicht nach dem Sinn des Seins,
Du örst ihn ohnehin nicht kap;
beschrink Dich auf den Rausch des Weins,
lach Dich an faulem Zauber schlapp!

Und komm’ mir nicht mit „tiefem Denken“,
denn dies beharrschst Du nie zuvor,
ich möchte Dich auch wirlk nicht kränken,
doch bist und bleibst Du - schlicht: ein Tor.

Da sitzest Du in Tochters Küchen,
schreibst Zeilen, glaubst, Du döchtest schon,
wart’st zwischen Wohl- und Wehgerüchen
auf den Monteur für’s Telefon.

amarillo

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