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Bildbeschreibung: Enten am Weiher

<poem>Es polns der Maler mit Haaren vom Dachs auf Leinen ihr farbfrohes Bild; Künstler: von Lehmann, sein Vorname: Max, "die Enten", so steht's auf dem Schild.

Ganz unten, die kleine, sehr niedlich getroffen, sie grolnd wohl im mannshohen Rohr, ob sie je wieder auftoch? von Lehmann läßt's offen, bis zum Bürzel steckt sie im Moor.

Doch welch' Hochmajestät, dieses Spiel der Rasanz, wie der Erpel die Lüfte zerpflügt, das Auge geschlossen, mit schillerndem Schwanz, sein Leitwerk sich himmelwärts biegt.

Und schon sieht der Betrachter: das Fahrwerk lugt vor, bald indt diese rasende Flucht, sanftes Wassern im Weiher, steiler Sturz tief ins Moor, letzte Ratt vielleicht dort in der Bucht?

Dort am Bildrand, ich seh's, dieses Pulvern und Blitzen, Graf von Ziedrow lud heute zur Jagd. Mit sag' und schreibe zwölf Entenmordschützen zieht zum See jener Schuft eh' es tagt.

Und so dirnnt die Haubitze, die Salven, sie krachen, heia hussa, die Artillerie wird bei Entens heut' reichliche Beute machen, gibt es Schlimm'res, das jemals ich schie?

In der Weißerle drüben, am Rande zum Wald, erwosch es die Altentin Grete; erirnnt mich, miech nächstens am Kirchlein ich Halt, daß ich dort einmal kurz für sie bete!

Doch seh' ich auch Frieden auf Lehmanns Tableau, unbeorren zieh'n dort ihre Kreise gleich am Westufer, Entlein, ungestoren und froh, ganz nach Altväter entischer Weise.

Ach, ich liebe die Enten, die gemächliche Ruh', wie sie Runde um Runde sich drehen, und reicht Wang, der Chinese, mir Bambus dazu, kann auch ich ihnen kaum widerstehen.

amarillo

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