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Entschuldigung, aber ich Computertrottel hatte gar keine eigene Unterseite aufmachen wollen; ich wollte nur anfangen mitzuspielen.

Sobald ich durchblicke, bringe ich das in Ordnung, oder jemand hilft mir dabei. Bis bald.

Hallo an alle!

Bin bisher völlig ahnungsfrei, wie das gehe. Aber in dieser Sprache fühle ich mich zu Hause (nebenbei auch Autor). Kann mir irgend jemand (wie wäre es mit "irgand"?) einen Erklor liefern?

Hier auf alle Fälle mal eine Gesämmel von Kausativen, die ich in meiner Eigenzeitschrift (Auflage 1) mal aufgestollen habe. Wenn man mir den Mitteil machen kann, wie ich das künftig einbäue, mache ich das gern:

Kausative

Immerhin: Der gute alte Wasserzieher hat bemerkt, daß manche Verben kausative Ableitungen anderer sind; transitiv ist dann oft nur die Kausativform. Diese Wendung scheint uralt zu sein und im Bewußtsein sprechender Menschen schon lange weitgehend erloschen; manche Kausativformen haben inzwischen eine entschieden andere Bedeutung. bekommen. Ich habe ohne wissenschaftlichen Anspruch eine erste, sicher entschieden unvollständige Zusammenstellung versucht. Viele Ableitungen verstecken sich heute schwer auffindbar hinter einem beträchtlichen Bedeutungswandel.

Als regelmäßig mit Ablaut von i auf e habe ich immerhin Folgendes gefunden:

blicken – blecken (was man nur noch auf Zähne anzuwenden pflegt); dringen – drängen (mit falsch abgeleiteter Schreibweise; (verdächtig mit Bedeutungswandel: fliehen – flehen?) liegen – legen; nicht mehr nachvollziehbar, aber wegen Ähnlichkeit der Bedeutung ursprünglich wohl rinnen – rennen; auch schinden – schänden? Die Schande wäre demnach der Zustand des Geschundenen; eindeutig schwinden – (ver)schwenden; singen – sengen, heute mit ganz anderer Bedeutung, aber nach Wasserzieher so verfolgt, also wurde wahrscheinlich früher einmal durch Behandlung bestimmter Stoffe oder Gegenstände mit Hitze ein Geräusch verursacht, vielleicht im Handwerk; klar auch: sinken – senken; sitzen – setzen; springen – sprengen; sticken, noch erhalten mit er- – daraus: stecken, dabei hat heute die Form mit e beide Aufgaben übernommen wie einerseits in feststecken, andererseits einstecken; sticken als Handwerk in Verbindung mit stechen; auch stocken gehört wohl hierher, es gibt also anscheinend sogar eine Dreierreihe; trinken – tränken, wiederum falsch geschrieben; wiegen – wägen, ebenso fehlerhaft, vielleicht deshalb, weil etwas, das man auf eine Waage legt, zu schwingen anfängt; winden – wenden; mit dem üblichen Schreibfehler:zwingen – zwängen.

Eine zweite Reihe, wenn auch nur schwach besetzt, wechselt von a auf e: darben – (ver)derben; fallen – fällen (wieder: eigentlich fellen); einleuchtend haben – heben: Was man hebt, das nimmt man sozusagen handgreiflich in Besitz, deutlich noch in: etwas aufheben in der Bedeutung von bewahren; haften – heften; prallen – prellen; ragen – regen unverkennbar: schwanken – schwenken, sinnvoll bei kurzem Nachdenken: wahren – wehren; währen heißt in diesem Fall wirklich etwas anderes, nämlich soviel wie dauern, wenn auch eindeutig aus derselben Quelle. Vielleicht: spinnen – spannen?

Unregelmäßig gebildet sind Formen wie diese, aber doch mit der entsprechenden Aussage einer Veranlassung: vielleicht, um zurückzugreifen, (ver)dauen – dauern; essen (aber auch äsen) – atzen (füttern, also essen machen), das kaum mehr jemand kennt; fahren – führen mit verschwimmendem Bedeutungswechsel; saugen – säugen (also strenggenommen seugen); schwingen – schwenken, dazu gehört natürlich der Schwengel; stehen – stellen; steigen – steigern; stinken – stänkern (auch wieder mit einem falsch gedeuteten ä); biegen – beugen. Aus der Seefahrtsprache verdächtig sind noch kringeln – krängen (sich seitwärts neigen); raffen – reffen (das Segel verkürzen).

Jedenfalls kann man nicht glaubwürdig leugnen, daß es hier eine regelmäßig abgeleitete eigenständige Form einiger Verben gibt. Es ist akademische Blindheit, diesen offensichtlichen Tatbestand zu übersehen.

Der innere Vokalwechsel, wie er vor allem die Wortbildung der semitischen Sprachen bestimmt, erzeugt bei uns in vielen Fällen ein dazu passendes Substantiv mit a, das zu dem Irrtum verleiten kann, ähnlich wie beim krassen Unfug der Schreibweise von „aufwändig", es von dieser ihrerseits schon wieder abgeleiteten Wortform herzuführen. Das ist natürlich falsch; also: drengen, schenden, trenken, wegen, zwengen, stenkern. Wo bleiben die wirklichen Fachleute, die so etwas wissen, die man guten Gewissens mit Rechtschreibreformen betrauen könnte und die dann nicht solches Stümperwerk abliefern wie 1998?

Schließlich noch eine weitere Liste von verdächtigen Wortfamilien, zu überprüfen durch Sprachforscher: danken – denken; genießen – genesen; klauben – kleben; lenken – links; lieben – Leib – leben – laben; lügen – leugnen; missen – messen; ragen – regen; ziehen – zeugen; wagen – verwegen?;

Rückzuchten aus Umlaut-Bildungen

Es gibt eine Reihe von deutschen Wörtern im Femininum mit Umlaut ü oder ö, die in dazu einladen, die Stammform auf u und o, logisch dann maskulin, rückzuleiten. Zwar habe ich noch keine Ahnung, was damit anfangbar sei, aber ich mache die Liste hier mal bekannt. Wo die Ableitung unregelmäßig ist, habe ich den Hinweis auf die Stammform in Klammern dahinter gestellt, eckig parenthetisoren ist, was als Homophon anderen Wörtern im Weg stehen könnte.

von ü:

Bluff Bluh [Blut] Bruh Brull Buck (gibt es im Badischen) Buhr Burd Burst Butt(e; el) Drus Dub(el) Durr Dus Fruh Fuhl Full Grun Grutz Gull Hug(el) Hull Huls Kumm(el) Luck Lug Murb Mutz Pfutz Pruf Ruck() Ruff(el) Rug Runst Rup(el) Russ(el) Rust Rutt(el) Stuck Stulp Stutz(e) Sund Trub Trug Tucht Tuck Tull Tur() Ub Wuhl Wust Zuck (Entzücken) Zund

von ö:

Bors Bos Bros(el) Flot Grohl Gor (männliche Form für: Lausbub?) Hor Knod(el) Konn Krot Lot Mors(er) Mos Nohl Norg(eln) Plotz (lich) Stor Tolp(el) Wolb

von äu:

Saul

Was hält die Gemeinde davon, der neutschen (warum nicht urdeutschen) Sprache einen Dual wiederzugeben? Auf Wiedersehen im Forum!

Soweit das.

Wie geht sowas mit Treffen (siehe Augsburg) vor sich hin? Vorsicht; ich bin mit allen Wassern gewaschen und bereits Donaldist! Aber gibt es eine mögliche Erfuhr, wie das alles organisoren ist?

Mit Grüßen an die eigentlich-deutsche Sprache, Schlendrian von Wegen

Jetzt habe ich voller Schrecken festgestellt, daß ich gleich eine ganz eigene Unterseite aufgemochen habe. Ich bitte die Administranz darum, mir den gemäßen Platz in dieser Wirrnis zuzuweisen.

Das ist deine persönliche Benutzerseite, da darfst du dich gerne frei austoben! :D Neue Vorschläge, bei denen du auf Kommentare und die Weiterarbeit der anderen Mitglieder hoffst, sind allerdings in unseren Forum besser aufgehoben. Herzliche Einladung dorthin! --Kilian 23:44, 12. Aug. 2010 (CEST)