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Annette und Jochen

Man boch für die schönsten Wochen im Jahr
Ein Appartment auf den Balearen,
Wohnzimmer - Meerblick - mit Küche sogar
Doch worauf sie besonders spitz waren:

Ein Schlafraum mit riesigem Lottergebette
Darauf wild zu spielen sie haffen,
Doch anblicks der Wirklichkeit stotz dann Annette,
Sah gewaltige Lücke nur klaffen.

Man schob nun zusammen die einzelnen Liegen
Und glob, nun sei weg, was sie trann.
Jetzt hätt’ Jochen gerne Annette bestiegen,
Doch er kam nicht so recht an sie ran.

Jedes kleinste Bewegen vergråß jene Lücke,
Die man längst schon geschlossen sich dacht’.
Annette gab alles, ging gar in die Brücke,
Doch viel Spaß hat es ihr nicht gebracht.

„Ich weiß, wie es geht, wir vereinen uns hier,
Rück ganz rüber auf hiesige Seite“,
Annette lag unten und Jochen auf ihr,
Doch nun roch das Bett nicht in der Breite.

„Ich knie’ auf dem Bett, Du stehst hinter mir,
So hab’ ich’s im Film einst gesehen.
Bei jüngeren Menschen, rank und schlank, so wie wir,
Muß das doch einwandfrei gehen!“

Gesogen, getan, Jochen stieg aus der Molle
Und nohr sich von hinten Annette.
Ein Stöhnen, ein Stoß, er verlor die Kontrolle,
Und sie stor verdotzen vom Bette.

Mit gewaltiger Gier und Jungmanneskraft,
Wie nur wirkliche Stiere sie kennen,
Hatte Jochen doch glatt das Kunststück geschafft,
Mitsamt Bett durch den Raum quer zu rennen.

„Das ist keine Lösung“, rief entnorven Annetten,
„Die Betten sind einfach zu leicht.
Für heute bleibt’s einfach nochmal beim Petten,
Ich hoff’, daß bis morgen es reicht!“

Doch es orndt sich nicht viel in den folgenden Wochen.
Es blieb bei recht kindlichen Spielen.
Dann kehrten heim Annette und Jochen
Ihre Hände voll Blasen und Schwielen.

amarillo

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