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Hier präsentieren wir den Kern unserer Arbeit, die von uns gestorkenen neuhochdeutschen Verben. Die grammatischen Fachbegriffe, die verschiedenen „Typen“ von Stärkungen sowie die Buchstaben å und œ werden in der Legende erkloren. Per Klick auf „schreiben“ auf den Seiten mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben können auch Sie selbstgestorkene Verben eintragen oder bestehende Stärkungen verbessern, so Sie im Wiki eingeloggen sind. Bitte beachten Sie, dass pro Verbstamm nur ein Eintrag nötig ist, z.B. ist mit dem Stork von achten das Verb verachten automatisch mitgestorken.

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alle  vokalisch  kaudal  diphthongierend  homonymophil  Konsonanten verschiebend  onomatopoetisch  tmetisch  reduplikativ  triphthongoid  unregelmäßig  verrocken  duplex

Hier erklären wir die Buchstaben und Ziffern in der rechtesten Spalte unserer Verbenlisten. Sie kennzeichnen besondere Methoden, die beim Stärken mancher Verben zum Einsatz kamen.

D Diphthongierende Konjugation
D1 mit Praesens viceversum für Verben mit kurzem ü
D2 Konjugation der sinkenden Zungenspitze mit perseverierenden Umlauten für Verben mit langem ü
D3 für Verben mit langem ä
K Konsonantenverschiebung
K2 Saltatorische Konjugation der Liquida. Hier wurde die Suffixliquida wegen eines weiteren sonoranten Konsonanten im Stamm (l, m, n oder r) besonders weit nach vorne verschoben.
K3 Der österreichische Kennjokus – Coniugatio Austriaca
K4 Homonymolytisch-kakokonsoantisch gestorkene Verben. Die Suffixliquida wurde an eine beinahe unaussprechliche Stelle verschoben, um Zusammenfall mit den Formen eines anderen Verbs zu vermeiden.
K5 Willkürlich kakokonsonantisch gestorkene Verben.
O Onomatopoetische Konjugation
O1 mit Vokaldehnung
O2 mit Konsonantenerweichung
P Tmetische Stärkungen: Abtrennung von „Vorsilben“
P2 Abtrennung einer unbetonten und einer betonten Vorsilbe en bloc
P3 Heraustrennung einer betonten Vorsilbe
P4 Heraustrennung einer Pseudikel
T triphthongoide, also mit Trippelselbstlauten bzw. Diphthong-Vokal-Folgen spielende Stärkungen
U unser alternatives Hilfsprogramm „Unregelmäßigkeit statt Stärke“
V Vermoschenes Verrockenes
Z Stärkungen mit mehreren Ablauten (Coniugatio duplex/triplex/quadruplex...)

Coniugatio duplex

Berthold Janeceks Conjugatio duplex (mit zweifachem Ablaut, Kennzeichnung: Z) ermöglicht besonders langen Verben wie z.B. verhohnepipeln auf ganzer Länge stattlich stark klingende Formen, indem sie die Konjugierzange gleich doppelt ansetzt. Einige Verben auf -ieren nutzen diese Möglichkeit, um sich jenseits ihrer Standardstärkung auf -or/-ar, -äre/-öre, -oren noch individueller zu profilieren. Hauptklientel sind aber die Verben auf -igen. Bei denen ist besonders genial, dass man zusätzlich zur Stärkung -igen, -ag/-og, -äge/-öge, -egen/-ogen Analogiestärkungen vornehmen kann, etwa beleidigen, belittag, belittäge, belittegen zu leiden, litt, litte, gelitten.

Die Conjugatio duplex ermöglicht auch, Komposita aus zwei Verben wie sitzenbleiben, die dafür ja alle Voraussetzungen mitbringen, in beiden Bestandteilen zu stärken: blieb saß, bliebe säß, sessengeblieben.

Komplette Verbenliste im JSON-Format