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Den Umsatz geschlechtergerechter Personenbezinche ermölgt ein viertes Genus, das Utrum.

1. Personal- und Possessivpronomen

Das Utrum-Personalpronomen ist hen und kann sich auf jedes Wort im Utrum, gleich welchen naturlen Geschlechtes, beziehen:

Nom.: hen Gen.: hieser Dat.: heneu Akk.: het

Das dazugehörige Possessivpronomen ist hies und wird ebenso dekliniert wie sein oder ihr.

2. Artikel und Pronomina

Der bestummene Artikel lautet de, der unbestummene ein:

Nom.: de / ein Gen.: del / einers Dat.: deu / eineu Akk.: det / ein

Ähnliche Formen können auch als Pronomina stehen. Jedoch steht als Relativpronomen im Nom. Sg. so statt de, als Demonstrativpronomen im Nom. Sg. selb statt de. Der Genitiv lautet in beiden Fällen dellen.Ebenso hat ein als Pronomen die Formen eins (Nom. Sg.) und einet (Akk. Sg.). Andere Pronomina (Possessiva wie mein, dein usw., Demonstrativa wie dies-, jen-, usw.) verfügen über die gleichen Formen (Nom. auf -s oder (nach s, ß, z) -ez, Gen. auf -ers, Dat. auf -eu, Akk. auf -et): Jeds, so ein Haus besitzt, muss diese Steuer zahlen, und für jedet, dellen Hauses Grundfläche einen bestimmten Wert überschreitet, erhöht sich hies Betrag. (= Jede(r), der/die ein Haus besitzt, muss diese Steuer zahlen, und für jede(n), dessen/deren Hauses Grundfläche einen bestimmten Wert überschreitet, erhöht sich sein/ihr Betrag.)

3. Adjektive

Wie die anderen Genera auch verfügt das Utrum über eine starke und eine schwache Adjektivdeklination. Die starke Deklination wird verwendet, wenn kein Artikel oder ein steht, ansonsten die schwache (vgl. ein schönes Haus – das schöne Haus, guter Gesundheit – der guten Gesundheit, usw.). Eine Besonderheit besteht darin, dass die starke Deklination im Nom. Sg. unterscheidet, ob ein Substantiv folgt oder nicht. Alleinstehende Adjektive erhalten nalm zusalzes -s oder -ez: ein mächtig Zaubere, aber ein Mächtigs.

Starke Adjektivdeklination (Bsp.: mächtig, groß): (ein) mächtig(s), mächtigers, mächtigeu, (ein) mächtiget (ein) groß(ez), großers, großeu, (ein) großet Schwache Adjektivdeklination: de mächtige, del / einers mächtigen, deu / eineu mächtigen, det mächtigen de große, del / einers großen, deu / eineu großen, det großen

4. Substantive

Substantive lassen sich (wie in den anderen Generibus) in verschiedene Deklinationsschemata einteilen, die immer so gewiohlen werden, dass keine Überschneidungen zu bereits existenten malnnen oder weilben Personenbezinchen entstehen.

1. starke Deklination (enthält v. a. diejenigen Bezinche, deren malnnes Äquivalent schwach, also auf -en dekliniert, z. B. de Nachbare, de Pianiste (vgl. malnn. der Nachbar, Pianist, den Nachbarn, Pianisten):
Sg.: Nom. de / ein Nachbare, Pianiste, Gen. del / einers Nachbaras, Pianistas, Dat. deu / eineu Nachbara, Pianista, Akk. det / ein Nachbare, Pianiste;
Pl.: Nom. (die) Nachbärer, Pianister, Gen. (der) Nachbärero, Pianistero, Dat. (den) Nachbärern, Pianistern, Akk. (die) Nachbärer, Pianister.
2. schwache Deklination (enthält v. a. diejenigen Bezinche, deren malnnes Äquivalent auf -er endet, z. B. de Zaubere, de Mördere):
Sg.: Nom. de/ein Zaubere, Mördere, Gen. del/einers Zauberni, Mörderni, Dat. deu/eineu Zauberne, Mörderne, Akk. det/einet Zauberen, Mörderen;
Pl.: Nom. (die) Zauberen, Mörderen, Gen. (der) Zauberno, Mörderno, Dat. (den) Zauberen, Mörderen, Akk. (die) Zauberen, Mörderen.
3. gemischte Deklination (enthält verschiedene Wörter, die in keines der anderen Schemata passen, z. B. Arzte):
Sg.: Nom. de/ein Arzte, Gen. del/einers Arzteni, Dat. deu/eineu Arztene, Akk. det/einet Arzten;
Pl.: Nom. die Ärzter, Gen. der Ärztero, Dat. den Ärztern, Akk. die Ärzter.

Siehe auch